Welche Geldanlagen in Zeiten der Krise?

Möglichkeiten in der Krise: Die richtige Geldanlage

Die Finanzkrise aus den Jahren 2008 / 2009 ist in der Welt noch nicht als überwunden anzusehen. Die niedrigen Zinsen der klassischen Geldanlagemethoden wie Lebensversicherungen oder auch Tagesgeld-/Festgeldkonten versprechen für den privaten Anleger keine gewinnbringenden Investitionsmöglichkeiten. Auch die früher so vielversprechenden festverzinslichen Wertpapiere und Staatsanleihen werfen nicht mehr derart hohe Renditen ab, wie es noch vor Jahren der Fall war. Daher ist ein Umdenken hinsichtlich der verschiedenen Geldanlagemöglichkeiten zu empfehlen.

Eine bequeme Möglichkeit: Die fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen

Die Policen erleben auch in der Zeit der Krise einen erheblichen Aufschwung und genießen eine hohe Beliebtheit. Der Vorteil der fondsgebundenen Versicherungen besteht darin, dass das eingezahlte Geld von dem Fondsmanager der Versicherungsgesellschaft am Geld- und Kapitalmarkt gewinnbringend angelegt wird. So kann, bei einer optimalen Anlagestrategie und der richtigen Auswahl von Fonds, eine attraktive Rendite des eingezahlten Betrags erzielt werden. Unumstritten ist dabei hervorzuheben, dass der private Anleger kein Expertenwissen hinsichtlich der Börsenvorgänge oder verschiedenen Anlagestrategien erwerben muss, da alles vom ausgewählten Fondsmanager organisiert wird. Jedoch ist zu erwähnen, dass solche Policen auf einen Zeitraum von 12-40 Jahren ausgelegt sind und wegen der Verrechnung von Verwaltungs- und Vertriebskosten im Schnitt erst ab dem 12. Jahr Gewinne erzielen können. Da die genannten Kosten vor allem in der Anfangszeit getilgt werden, ist eine vorzeitige Kündigung nur unter erheblichen Verlusten möglich. Nichtsdestotrotz ist diese Form der Geldanlage für diejenigen zu empfehlen, die relativ sicher ihr Geld anlegen möchten und bereit sind, langfristig zu investieren.

Nicht nur für Risikofreudige : Aktien als sichere Burg in der Krise

An der Börse haben viele Investoren lukrative Investitionen getätigt. Viele haben aber auch Teile ihres Vermögens verloren. Dementsprechend muss hier festgehalten werden, dass die Investitionen an der Börse immer mit einem Risiko behaftet sind. Selbstverständlich ist es möglich, an der Börse mit den richtigen Entscheidungen auch bzw. gerade in Krisenzeiten große Gewinne zu erzielen. Zu beachten ist, dass sich der Gewinn aus Aktienbeteiligungen immer aus den Kursentwicklungen und den ausgezahlten Dividenden zusammensetzt. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass durchschnittliche Renditen von 6-8 % für den privaten Anleger erzielbar sind. Jedoch ist auch hier hervorzuheben, dass kurzfristige Gewinne zwar möglich, jedoch nicht der Regelfall sind. Die Kurse unterliegen gewissen Schwankungen, sodass dem Anleger zu raten ist, nicht voreilig bei noch nicht realisierten Verlusten die Anteile wieder zu verkaufen. Wenn die Entscheidung auf eine Geldanlage in Aktien fällt, ist es dabei empfehlenswert, Unternehmen zu wählen, die bereits verschiedene Krisen erfolgreich überstanden haben. Beispielhaft haben in der Regel Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie stetig steigende bzw. stabile Kursentwicklungen, da Menschen diese Güter immer kaufen (müssen), auch wenn die allgemeine Kauflaune durch schwaches Wirtschaftswachstum gedämpft ist. Eine andere Möglichkeit besteht darin, in solche Unternehmen zu investieren, die insbesondere in Zeiten des Booms hohe Gewinne versprechen. Dazu zählen z.B. die Automobilbranche oder auch die Textil- und Modeindustrie. Jedoch fallen gerade in diesen Branchen die Verluste in Zeiten der Rezession recht signifikant aus. So muss der private Anleger in der Lage sein, rationale Entscheidungen in diesen Phasen zu. Der wichtigste Punkt ist dabei, dass Entscheidungen über Aktienkäufe nicht aus dem Bauch getroffen werden sollten. Liegen  bei fondsgebundenen Lebensversicherungen die Investitionsentscheidungen beim Fondsmanager, entscheidet hier der Anleger selbst, wo und für wie lange das Geld investiert wird. Daher ist es nicht zu empfehlen, ohne das nötige Wissen über die ausgewählten Branchen und Unternehmen am Aktienmarkt zu aktiv zu werden.

Die Mischung macht den Erfolg

Um mögliche Verluste bei Investitionen zu reduzieren, die sehr stark von Marktentwicklungen abhängig sind, kann die Form des Aktiendepots gewählt werden. Dabei wird nicht nur in einzelne Sachwerte (Aktien) investiert, sondern verschiedene Aktien von verschiedenen Unternehmen aus verschiedenen Branchen in einem Depot zusammengefügt. So kann das Risiko gestreut werden. Verluste aus zyklisch abhängigen Branchen, wie der Automobilbranche, können von Gewinnen antizyklischer Unternehmen, z.B. aus der Nahrungsmittelindustrie, aufgefangen werden. Ein Restrisiko bleibt auch bei dieser Anlagestrategie bestehen, jedoch ist die Gefahr von Verlusten im Gegensatz zu der Investition in einzelne Aktien deutlich geringer.

Fazit: „No risk, no return“

Gerade bei Geldanlagen an der Börse verhält sich der mögliche Gewinn nahezu proportional zum Risiko. Während die fondsgebundenen Lebensversicherungen mit einem geringeren Informationsaufwand für den privaten Anleger verbunden sind, können mit den richtigen Entscheidungen von Aktienkäufen höhere Gewinne erzielt werden. Jedoch können Verluste bei solchen Entscheidungen nie ausgeschlossen werden, da nicht alle wirtschaftlichen Entwicklungen vorhersehbar sind. Abschließend ist zu erwähnen, dass bei einer Investition in Fonds, dem Fondsmanager Instrumente zur Verfügung stehen, Risiken abzusichern, zu „hedgen.“ Dies können Privatanleger auch selbstständig machen, jedoch ist ein fundiertes Wissen im Zertifikatbereich von Nöten.

 

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