Tipps zur richtigen Altersvorsorge

Im Alter das Leben genießen: Tipps zur richtigen Altersvorsorge

Die private Altersvorsorge ist eine der wichtigsten Maßnahmen um der Altersarmut vorzubeugen. Die vom Staat ausbezahlte Rente wird in Zukunft in den wenigsten Fällen ausreichen, um den bisherigen Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Demzufolge ist es umso wichtiger, die Thematik der privaten Altersvorsorge einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Dies ist vor allem notwendig, da in Zeiten eines labilen Finanzmarktes und zunehmenden Möglichkeiten der Geldanlage, die Transparenz für den Kunden deutlich abnimmt. Aus diesem Grund sollten die privaten Rentenversicherungen hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile genau analysiert werden, um mit fundierten Kenntnissen, die richtige Entscheidung treffen zu können. Besonders die verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage für Privatpersonen am Finanzmarkt genießen hinsichtlich der privaten Altersvorsorge eine steigende Beliebtheit.

Die Alternative: fondsgebundene Rentenversicherungen

Die fondsgebundenen Rentenversicherungen stellen eine weitgehend sichere Alternative der Geldanlage dar. Hintergrund bei dieser Möglichkeit der Altersvorsorge ist, dass die monatlichen Einzahlungen von einem Fondsmanager der Versicherung in verschiedene Fonds investiert werden, die dann, abhängig von den Entwicklungen an der Börse, entsprechende Gewinne durch Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen erzielen. Der Vorteil an den fondsgebundenen Versicherungen ist, dass der Versicherte keine individuellen Kenntnisse hinsichtlich der Finanzinstrumente benötigt, da der Fondsmanager der Versicherung die Anlageentscheidungen trifft. Da diese Form der Altersvorsorge auf einen Zeitraum zwischen 10 und 20 Jahren angelegt ist, ist aufgrund historischer Erfahrungen zu behaupten, dass eine durchschnittliche Rendite von 4-9 % möglich ist. Zu erwähnen ist allerdings, dass, wie bei allen Börsenspekulationen, diese von den Entwicklungen der jeweiligen Fonds abhängig sind und auch ein Risiko des Verlustes besteht. Hinzu kommt, dass auch Verwaltungs- und Abschlusskosten für eine solche Versicherung anfallen, die vor Vertragsabschluss einkalkuliert werden müssen.

Aktien als attraktive Altersvorsorge

Warren Buffet gilt als Vorzeigebeispiel eines Anlegers, der anhand der richtigen Strategie ein Vermögen an der Börse verdient hat. Die Investition in Unternehmen durch Aktien ist eine attraktive Möglichkeit, um mittel- und langfristig Gewinne zu erzielen. Aus Kurssteigerungen und ausgeschütteten Dividenden lassen sich bei Beteiligungen an den richtigen Unternehmen große Gewinne erzielen. Um mit den Entwicklungen an der Börse Geld zu verdienen, ist es oftmals notwendig, die Branchen der Unternehmen, in die investiert werden soll, genau zu kennen. Zu unterscheiden sind dabei zusätzlich zyklische und antizyklische Entwicklungen und Eigenheiten bestimmter Branchen. Da wirtschaftliche Entwicklungen Einflüsse auf die Kurse und Dividendenauszahlungen haben, können zwischenzeitliche Kursverluste nicht vermieden werden. In der Regel ist allerdings vor allem bei zyklischen Branchen, wie beispielsweise der Automobilindustrie, mit einer Werterholung zu rechnen. Ist der Anleger daher bereit, langfristig zu investieren und das nötige Wissen zu erwerben, um relativ sichere Aktienkäufe durchzuführen, sind Aktien eine erwähnenswerte Alternative, um langfristig eine ausreichende Altersvorsorge zu erzielen. Eine Möglichkeit, das Risiko von Verlusten zu senken, ist dabei das Anlegen eines Aktiendepots, in dem risikoreiche und risikoärmere Aktien verschiedener Unternehmen aufgenommen werden können, sodass die Verluste von den Gewinnen ertragreicher Unternehmen ausgeglichen werden können.

Das Tagesgeldkonto – sicher, aber nicht ertragreich

Eine sichere Möglichkeit der Geldanlage ist das Tagesgeldkonto. Bei dieser Anlageform der privaten Altersvorsorge wird der eingezahlte Geldbetrag auf einem Konto zu einem festgelegten Zinssatz verzinst. Dabei erfolgt keine Investition in Aktien oder andere Finanzinstrumente. Der wesentliche Kritikpunkt an Tagesgeldkonten ist jedoch, dass mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,5 %, wie er von den Banken angeboten wird, der Inflation von 1,8 – 2,5 % nicht entgegenwirkt werden kann. Dies bedeutet, dass das angelegte Geld trotz Zinsen an Kaufkraft verliert.

Fazit: Je höher das Risiko, desto höher die mögliche Rendite

Abschließend ist festzuhalten, dass mit der Zunahme des Risikos, wie es bei den fondsgebundenen Versicherungen und den Aktienkäufen der Fall ist, langfristig mögliche höhere Renditen zu erzielen sind. Daher stellen diese Methoden, neben der klassischen Riester-Rente, durchaus attraktive Alternativen dar. Die Frage, welches Risiko dabei eingegangen werden soll, ist vom Anleger selbst zu beantworten. Jedoch sollte bei jeder Entscheidung für oder gegen eine Form der Altersvorsorge der Einfluss der Inflation  berücksichtigt werden.

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