Steuertipps: So bleibt mehr Netto vom Brutto

Steuertipps: So bleibt mehr Netto vom Brutto

Die Gewissheit, dass eine Steuererklärung angefertigt werden muss, existiert jedes Jahr. Spätestens zum 31. Mai muss die fertige Erklärung beim Finanzamt eingehen, mittels einer Verlängerung kann die Frist bis zum 31. Dezember verlängert werden. Während viele Steuerzahler vor der Steuererklärung zurückschrecken, kann mittels der richtigen Steuertipps ein beachtlicher Teil der gezahlten Steuern vom Fiskus zurückgeholt werden.

Werbungskosten in voller Höher absetzbar

Jedes Jahr erkennt das Finanzamt pauschal 1000 Euro als Werbekosten an. Ein Betrag, der sich beliebig steigern lässt, sollten höhere, berufsbedingte Ausgaben nachgewiesen werden können. So zählen beispielsweise Fahrtkosten, Berufskleidungen oder technische Geräte zu den Ausgaben, die als Werbungskosten angerechnet werden können. Auch Kosten, die im Zuge einer Bewerbung entstanden sind, können in voller Höhe von der Steuer abgezogen werden.  Hierbei gilt es den Unterschied zu sogenannten Sonderausgaben zu beachten. Diese wirken nur im jeweiligen Jahr steuermindernd, Werbungskosten können hingegen ins nächste Steuerjahr übermittelt werden.

Arbeitszimmer bringt weitere Steuerersparnis

Wird vom Arbeitgeber kein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt, hat jeder Steuerzahler das Recht, ein privates Arbeitszimmer von der Steuer abzusetzen. Diese Regelung tritt auch dann ein, wenn das Arbeitszimmer größtenteils privat genutzt wird. Pro Jahr lassen sich dabei bis zu 1.250 Euro von der Steuer abziehen. Sollte der Höchstbetrag zum Jahresende noch nicht ausgeschöpft sein, können geplante Ausstattungsarbeiten vorgezogen und somit noch mit berücksichtigt werden. Neben dem Arbeitszimmer können auch zahlreiche Handwerkerkosten steuermindernd eingesetzt werden. So lassen sich beispielsweise alle Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen geltend machen. Materialkosten hingegen werden vom Finanzamt nicht akzeptiert. Weiterhin gilt es zu beachten, dass das Finanzamt lediglich Bankbelege als Nachweise akzeptiert. Eine Barzahlung des Handwerkes kann somit nicht steuerlich berücksichtigt werden.

Kleiner Tipps, großer Effekt

Neben den klassischen Steuerspartipps, gibt es zudem zahlreiche weitere Methoden, um die Steuerlast am Ende des Jahres zu minimieren. Oftmals erzeugen die einzelnen Möglichkeiten jeweils nur kleiner Erstattungen, in der Summe ergibt sich dennoch ein beachtlicher Betrag. So kann jeder Arbeitnehmer monatlich Sachwertgutscheine in Höhe von 44 Euro erhalten, ohne dafür Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge zahlen zu müssen. Jährlich kann so ein Nettobetrag von 528 Euro erzielt werden. Besonders in kleineren Unternehmen wird diese Maßnahme gerne genutzt, um den Mitarbeitern ein zusätzliches Nettoeinkommen zu ermöglichen. Eine weitere Möglichkeit entsteht durch die Ausgabe von Essensgutscheinen. Diese sind jährlich sogar bis zum einem Betrag von 1304,60 Euro steuerfrei.

Wird der private Telefon- oder Internetanschluss auch für berufliche Zwecke genutzt, kann dieser monatlich mit 20 Euro geltend gemacht werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass eine Bescheinigung vom Arbeitgeber vorliegen muss, welche die betriebliche Nutzung bestätigt. Einzelnachweise über die Gespräche sind hingegen nicht notwendig.

Auch im Falle eines beruflich bedingten Umzuges können Steuern gespart werden. Es gilt ein Pauschalbetrag von 641 Euro für Singles, sowie 1283 Euro für Verheiratete. Wurde der Betrag durch den Umzug nachweislich überschritten, können lassen sich auch höhere Kosten geltend machen. Wichtig hierbei ist, dass die einzelnen Kosten durch Belege detailliert nachgewiesen werden müssen.

Auch wenn die Steuererklärung Zeit in Anspruch nimmt und bei den meisten Steuerzahlern nicht besonders beliebt ist, bietet sie die Chance, einen beachtlichen Teil der gezahlten Steuern zurückerstattet zu bekommen. Somit kann dem Aufwand doch noch etwas Positives abgewonnen werden.

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