Investitionen in alternative Energien: eine nachhaltige Geldanlage?

Sind erneuerbare Energien heute als Anlage noch sinnvoll?

In der heutigen Zeit steht einem Anleger eine Vielzahl von Möglichkeiten offen, sein Kapital zu vermehren. Einige Anleger wählen eher den konservativen Weg über sichere Geldanlagen, wie beispielsweise den Bundesschatzbrief, andere, risikobereitere Anleger schätzen hingegen die Möglichkeit, Kapital risikoreich, aber mannigfach zu vermehren.
Wer eine Mischung aus beidem haben möchte, also sowohl eine gute Rendite als auch eine sichere Anlage, wurde in den letzten Jahren schnell auf eine Anlage im Bereich der erneuerbaren Energien aufmerksam. Doch sind diese Anlagen in der heutigen Zeit ebenso sicher oder haben sie an Beständigkeit verloren?

Warum waren erneuerbare Energien als Anlage in den letzten Jahren so beliebt?

Zunächst möchte man kaum glauben, dass alternative Energien in den letzten Jahren eine derart beliebte Anlagequelle waren, da die Errichtung von Windkraftanlagen, Photovoltaik-Anlagen oder Biogasanlagen nach wie vor sehr teuer ist.

Der Grund für die Beliebtheit ist das EEG, das Gesetz zur Einspeisung erneuerbarer Energien. Diese Regelung garantiert jedem Betreiber von Windkraftanlagen, Photovoltaik-Anlagen oder Biogasanlagen eine Einspeisevergütung für 20 Jahre. Diese Einspeisevergütung schwankt zwar etwas, der Anleger kann sich aber auf jeden Fall sicher sein, dass er für diese Dauer eine halbwegs stabile Rendite erhält. Nach Ablauf dieser zwanzig Jahre hat die jeweilige Stromerzeugungsanlage kaum an Nutzen verloren. Zwar sind Wartung und Reparaturen verhältnismäßig kostspielig, jedoch kann nach wie vor wertvoller Strom produziert werden, der entweder verkauft oder selbst genutzt werden kann. Ein weiterer Grund für die Popularität war und ist bis heute das steigende Umweltbewusstsein. So können Anleger mit ihren Finanzanlagen zusätzlich zum Umweltschutz beitragen.

Anlegen in erneuerbare Energie – Welche Anlagemöglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich kann man zwischen zwei Anlagemöglichkeiten unterscheiden:

Einerseits besteht die Möglichkeit einer direkten Beteiligung an einer Anlage dieser Art. Der Anleger wird mit dieser Möglichkeit in den Status des Unternehmers gehoben und erhält anteilig Erträge aus der Anlage, bis er diese Anteile wieder verkauft. Die Laufzeit ist also nicht begrenzt. Je nach Art der Unternehmensform muss der Anleger  seine juristische Verantwortung bedenken, bei alternativen Energien herrscht jedoch ein eher geringes Risiko.  Ausgehend vom  eingebrachten Kapital erhält der Anleger mehr oder weniger Anteile und auch eine Rendite.

Andererseits besteht für den Anleger die Möglichkeit, sein Kapital in Form einer Anleihe mit fester Verzinsung einzubringen. Diese Anlageform ist meist zeitlich begrenzt. Im Gegensatz zur Beteiligung als Unternehmer bietet diese Form der Anlage den großen Vorteil, dass Kapital bevorzugt ausgeschüttet werden muss. So besteht selbst bei geringer Gesamtrendite eine sichere Rendite für den Anleger. Im Fall einer Insolvenz werden Halter von Anleihen bevorzugt ausgezahlt. Der investierte Unternehmer wird nachrangig bedient und erleidet so eher einen Totalverlust als der Anleihen Halter.

Wie sinnvoll ist eine Anlage in erneuerbare Energien heute?

Die alternative Energiegewinnung hat ihre Sinnhaftigkeit als Anlage bedingt verloren. Anleger sollten in jedem Fall einige Dinge beachten. Einerseits sollte geprüft werden, in wieweit sich die Anlage zeitlich noch im Bereich der gesetzlichen Vergütungsgarantie befindet. Nur, wenn sich die Anlage noch innerhalb dieser Garantiefrist befindet oder Direktabnehmer bereitstehen, welche die Rendite nach Ablauf dieses Zeitraums stabil halten, lohnt sich eine Investition. Ansonsten drohen niedrigere Renditen. Egal welches Modell der Anleger wählt, eine genaue Prüfung der Anlage ist in jedem Fall erforderlich, da Reparaturen oder größere bauliche Maßnahmen die Rendite schnell schmälern können.

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